Andreas Klose mit eindrucksvollem Abschluss bei Senioren-Hallen-WM

Bei der Senioren-Hallenweltmeisterschaft im polnischen Torun hat sich Andreas Klose bravourös mit zwei Top-Platzierungen von der Wettkampfbühne verabschiedet. Er war Teil des insgesamt 475 Masters-AthletInnen umfassenden deutschen Teams, welches am Ende in der Nationenwertung ganz vorn auf lag. Insgesamt meldeten 4.345 Teilnehmer aus 88 Nationen für die Weltmeisterschaften vom 24. bis zum 31. März an der Weichsel.

Rückkehr zum Wettkampfsport vor neun Jahren

Akribisch vorbereitet auf diese Woche hatte sich Andreas Klose. 2010 war seinerseits der Entschluss gefallen, noch einmal in den aktiven Leistungssport einzusteigen – zu einem Zeitpunkt, an dem bereits eine auf vielen Ebenen, sportlich als Athlet und als Trainer sowie beruflich, erfolgreiche Karriere hinter ihm lag. Damals hatte der studierte Biologe und Sportwissenschaftler, der ebenfalls eine physiotherapeutische Ausbildung absolviert hat und den AthletInnen der LG Brillux Münster mit seinem Wissen oft über schwierige Situationen hinweghilft, den M50-Weltmeister im Zehnkampf Uli Weigel in therapeutischer Behandlung. Während dieser wuchs in Klose der Wunsch einer gemeinsamen WM-Teilnahme. Und dieses Vorhaben ging er mit all seinem sportwissenschaftlichen Hintergrundwissen sorgsam geplant an.

Mit durchdachter Planung zum Ziel

„Nach der ersten Trainingseinheit war mir klar, dass es ein langer Weg werden würde. Eigentlich ist mein gesamter Körper damals ‚auseinandergeflogen‘. Im Leistungssport sagt man, dass es circa acht bis zwölf Jahre benötigt, um alle Gewebe wieder auf höchstes Niveau zu bringen“, erinnert er sich. Nach vier Jahren trat er erstmalig wieder bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Zittau an und gewann souverän mit einer Höhe von 1,80 Meter den Meistertitel. Es folgte die Hallen-Senioren-Europameisterschaft 2016 in Ancona, bei der er mit der gleichen Höhe die Bronzemedaille errang. Im September des vergangenen Jahres reiste er erstmals nach Málaga zu der Senioren-Weltmeisterschaft, wo er im A-Finale des M50-Hochsprungwettbewerbs mit 1,70 Metern den siebten Platz belegte. Bis zu der nächsten Höhe leistete er sich keinen einzigen Fehlversuch im Wettkampf.

Zwei Top-Ten-Platzierungen bei der WM

Ende vergangenen Monats folgte sein zweiter Start bei der Senioren-Hallen-WM. Sein Ziel bei Anreise: Zwei Top-Ten-Platzierungen. Zu Beginn der Meisterschaften erreichte er im Hochsprung mit einer Höhe von 1,70 Metern den siebten Platz. Gegen Ende der Woche startete er dann im Mehrkampf. Über die 60 Meter Hürden erreichte er in seinem Lauf mit 9,49 Sekunden den zweiten Platz, im Weitsprung schloss sich mit 5,28 Metern ein siebter Platz an. Nach dem Kugelstoßen und einem dortigen Platz neun mit 10,02 Metern folgte die vierte und somit Kloses Spezialdisziplin. Im Hochsprung überquerte er 1,63 Meter und arbeitete sich einige Platzierungen nach vorne. Den Abschluss des Pentathlons bildete der 1.000-Meter-Lauf. Eine Zeit von 3:16,31 Minuten resultiere in einem starken fünften Platz im Gesamtklassement.

Die LG Brillux Münster gratuliert Andreas Klose ganz herzlich zu diesem eindrucksvollen Weg, den starken Leistungen in Torun und würde sich freuen, weiter von dem großen Wissen auf dem Gebiet der Leichtathletik und Sportwissenschaft profitieren zu dürfen.

U20-Team überraschend Deutscher Cross-Vizemeister in Ingolstadt

Oskar Enseling, Jari Bender und Paul Schultz ist in Ingolstadt bei den Deutschen Crossmeisterschaften ein silberner Abschluss ihrer bereits schon herausragenden Wintersaison gelungen. Sie holten in der U20-Mannschaftswertung vor dem Team der LG Telis Finanz Regensburg die Vizemeisterschaft.

U20-Team mit einer starken Mannschaftsleistung

Auf dem leicht welligen Parcours durch das innerstädtisch gelegene Ingolstädter Glacis liefen Oskar Enseling und Jari Bender lange Seit‘ an Seit‘. Beide hatten im Winter den Fokus auf die Hallensaison gelegt, die sie mit sehr erfolgreichen Ergebnissen vor zwei Wochen bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften abgeschlossen hatten. Im Cross starteten sie nun noch einmal für die Mannschaft und zeigten dort wiederum ihre starke Form: Enseling erreichte in 21:49 Minuten auf Rang 19 kurz vor Bender, der in 22:00 Minuten zwei Plätze dahinter einlief, das Ziel. Paul Schultz musste seinem hohen Anfangstempo auf dem 6,1 Kilometer-langem Kurs ein wenig Tribut zollen. Er zeigte auf den letzten Runden einen starken Kampfeswillen für das Team und lief schließlich er auf dem 33. Platz in 22:55 Minuten ein. Beim Aushang der Ergebnisse waren dann Trainer Jörg Riethues wie Athleten ungläubig über ihre silberne Platzierung hinter der Mannschaft des SSC Hanau-Rodenbach.

„Das Ziel war eine Platzierung unter den ersten sechs Mannschaften. Es waren einige sehr starke Teams am Start. Die drei Jungs haben alle einen tollen Lauf gezeigt und um jeden Platz gekämpft. Silber ist ein Super-Ergebnis und mehr, als wir erwarten konnten“, freute sich Riethues noch immer überrascht über die Ergebnisliste.

Buffi und Thiemann jeweils mit Premiere

Sören Buffi war zuvor in dem Rennen der männlichen U18 über 4,1 Kilometer in 14:56 Minuten 25. geworden. Für ihn war es der erste Cross-Start auf nationaler Ebene. Nach der ersten Runde ging er aufgrund eines zurückhaltenden Starts als 56. durch und kämpfte sich dann immer weiter nach vorn. So konnte er noch zahlreiche Kontrahenten hinter sich lassen, haderte jedoch etwas mit der Streckenlänge, die für seine Voraussetzungen ein wenig zu kurz war. Riethues war dennoch zufrieden mit seinem jüngsten Schützling: „Die Abstände nach vorne waren nur gering. Der Start hat ihn einige Plätze gekostet, aber die Aufholjagd auf den folgenden Runden war sehr gut von Sören.“

Seine Premiere in der männlichen U23 gab Tom Thiemann und musste dort eine recht lange Strecke von 7,1 Kilometern bewältigen. Unbeeindruckt von dieser Distanz ging er das Rennen mutig an und lag eingangs der vierten Runde auf Platz 20. In der zweiten Rennhälfte musste er etwas kämpfen und ein paar Läufer passieren lassen, kam jedoch in 25:22 Minuten als 28. ins Ziel. Damit krönte der junge Student einen starken Auftritt der LG-Läufer um Jörg Riethues in Ingolstadt.

Ergebnisse Deutsche Crosslaufmeisterschaften 2019, Ingolstadt

LG-Athleten top in Form bei den Westfälischen U16-Hallenmeisterschaften

Mit einem großen Team reiste die LG Brillux Münster am vergangenen Sonntag  zu den Westfälischen Hallenmeisterschaften der U16 in den Paderborner Ahorn-Sportpark. Darunter befanden sich viele „alte Hasen“ aber auch einige „Meisterschaftsnovizen“, die ihr Debüt auf Landesebene sehr gut meisterten. Am Ende des Tages freute sich das Münsteraner Leichtathletik-Team über einen Titel, zwei Vizemeisterschaften und starke Einzelleistungen.

Matthiesen mit Nominierung für Vergleichskampf

W15-Athletin Marla Matthiesen absolvierte einen Crescendo-Wettkampf im Stabhochsprung. Während sie sich zu Beginn noch schwertat, fand sie dann mit jedem Sprung besser ins Wettkampfgeschehen und steigerte sich stetig. Mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 3,20 Metern gewann die junge Athletin, die von Ansgar Spiegelburg trainiert wird, den Titel und wurde zudem für den Ländervergleichskampf gegen die Niederlange am kommenden Samstag in Münster nominiert.

Flieger topfit über 800 Meter

Jil-Marie Flieger zeigte sich auf den 800 Meter der W15 topfit. Im Rennverlauf machte sie alles richtig und befand sich so eingangs der Schlussrunde im führenden Spitzentrio. Ein kleiner Strauchler nach einem leichten Gerangel brachte sie dann leider kurz aus dem Tritt sodass sie im Ziel mit einer Zeit von 2:22,87 Minuten nur sechs Hundertstel- von der Zweit- und drei Zehntelsekunden von der Erstplatzierten trennten. Mit einer neuen persönlichen Bestzeit und einem so starken Lauf waren Flieger und ihr Trainer Jörg Riethues nichtsdestotrotz mehr als zufrieden.

Über die 60 Meter gab W14-Athletin Lia Filax ihr Debüt auf dieser Meisterschaftsebene und erreichte mit einer neuen Bestleistung von 8,33 Sekunden das Finale, in dem sie in 8,38 Sekunden auf Platz acht lief. Über die gleiche Distanz starteten in der W15 die starken LG-Athletinnen Guely Batantou und Ida Schwering. Aufgrund des parallel ausgetragenen Hochsprungwettbewerbs ging Schwering hier jedoch nur in den Vorläufen an den Start. In diesen gewann Batantou in 7,96 Sekunden, Schwering wurde in 8,08 Sekunden Zweite. Im Hochsprung erreichten beide mit 1,52 Metern den vierten Platz. Ihre Teamkollegin Laura Calderon Graw stellte im 60-Meter-Vorlauf der W15 derweil ihre Saison-Bestzeit mit 8,29 Sekunden ein und erreichte ebenfalls das Finale. In diesem lief Batantou in 8,01 auf den vierten, Calderon Graw in 8,32 Sekunden auf den 13. Platz.

Schwering stark auf ihrer Paradedisziplin

Auf ihrer Paradedisziplin – den 60 Meter Hürden – gewann Schwering dann souverän in neuer persönlicher Bestzeit von 9,38 Sekunden den Vorlauf. Nur eine Stunde später legte sie dann im Finale noch eine große Schippe drauf und wurde in 9,28 Sekunden hauchdünn hinter Franca Krane (TSV Kichlinde), die 9,24 Sekunden lief, Vizemeisterin. Über die gleiche Disziplin zeigte auch Laura Calderon Graw eine starke Vorstellung. Sie erreichte nach einem zweiten Vorlaufplatz das B-Finale, welches sie in 9,77 Sekunden gewann. Insgesamt reichte diese Zeit für einen guten sechsten Platz.

Im letzten Versuch um die Meisterschaft gebracht

Ganz knapp um die Meisterschaft gebracht wurde Lena Guilleaume im Kugelstoßen der W14. Sie setzte das Techniktraining der vergangenen Wochen exzellent um und stieß direkt im ersten Versuch die Kugel 70 Zentimeter weiter als ihre Meldeleistung und somit auf eine neue persönliche Bestmarke von 10,12 Meter. Mit dieser lag sie bis zum letzten Durchgang in Führung, wurde dann aber noch von Lara Hochdörffer (LG Wittgenstein) auf den Vizerang geschoben. Mit Silber und ihrem westfälischen Meisterschafts-Debüt konnte sie aber mehr als zufrieden sein. Dies waren auch die betreuenden Trainerinnen Anke Kreke-Fels und Klaudia Schönfeld, die mit ihrem gesamten Team einen beeindruckenden Auftritt zeigten.

 

Ergebnisliste Westfälische U16-Hallenmeisterschaften 2019, Paderborner Ahorn-Sportpark

Bender starker Vierter am zweiten Tag der Jugend-Hallen-DM

In einem taktischen Finale hat sich U20-Athlet Jari Bender erneut in seiner starken Form präsentiert und nicht von der Unruhe während der ersten Runden irritieren lassen. Während der ersten Runden brachte er sich in eine optimale Ausgangsposition für die Tempoverschärfung am Ende des Rennens. Kurz vor der Schlussrunde überholte er noch den an vierter Position laufenden Athleten und kam in neuer persönlicher Bestzeit von 4:04,05 Minuten ins Ziel.

Enseling trotzt gezwungenen Extrametern

Sein Trainingspartner Oskar Enseling musste etwas weiter hinten im Feld leider einige Meter mehr machen, um in dem Gerangel um die beste Position keinen Sturz zu riskieren. Nichtsdestotrotz zeigte auch er einen starken Lauf und erreichte ebenfalls eine neue Bestmarke von 4:09,47 Minuten. Jörg Riethues zeigte sich positiv beeindruckt von seinen beiden Athleten: „Sie haben sich im und um das Rennen herum optimal vorbereitet und so ihr bestmöglichstes Ergebnis herausgeholt. Das war rundum ein starker und professioneller Auftritt.“

Sprinter mit Los-Pech

Kein Glück mit der Bahnzulosung hatten die drei 200-Meter-Läufer von Lars Golbeck: Greta Piepel und Jakob Bruns mussten auf Bahn eins, Ole Patterson bei seinen ersten nationalen Hallenmeisterschaften auf Bahn zwei laufen. Wegen des starken Einflusses der Bahnneigung auf die Leistung wird diese Disziplin bei internationalen Meisterschaften nicht ausgetragen. Aber trotz der erschwerten Bedingungen machten die LG-Athleten ihre Sache gut: Greta Piepel lief 25,77, Jakob Bruns 22,85 und Ole Patterson 22,87 Sekunden.