WU16 siegt beim Mannschaftsfinale, WU14 und MU16 auf Platz 3

Sechs Teams der LG Brillux Münster konnten sich im Laufe der Saison für das Westfälische Mannschaftsfinale qualifizieren, welches am 22./23.09.2018 in Kreuztal ausgetragen wurde. Das alleine ist schon ein großer Erfolg, denn nur die acht besten Teams in Westfalen dürfen hier an den Start gehen. Aber die Teilnahme war für den Nachwuchs nicht genug, mit zwei dritten Plätzen und einem Titel beendeten Athleten und Trainer erfolgreich die Sommersaison.

1. Tag der Westfälischen Mannschaftsmeisterschaften – Samstag, 22.09.2018 – Ein dritter Platz für die weibliche U14

Der Samstag gehört traditionell den jüngeren Mannschaften der U12 und U14. Für den Großteil der U12-Jungen war das Mannschaftsfinale der erste Wettkampf auf großer Bühne. Aufgrund einiger Ausfälle musste die Aufstellung auf der Hinfahrt von Trainerin Barbara Schwartz noch einmal geändert werden, so dass einige Jungen sich kurzfristig auf neue Disziplinen einstellen mussten. Die Weitspringer starteten mit neuen Bestleistungen durch Falk Filax (4,26m) und Luca Krawinkel (3,94m). Clemens Rehers und Filax kamen im Ballwurf mit je 31,5m nicht ganz an ihre Bestweiten heran, sicherten aber wichtige Punkte. Peer Salow zeigte seine Schnelligkeit auf der kurzen 50m-Sprintstrecke in 7,68s, aber auch auf der Mittelstrecke über 800m in 2:36,49min, hier lief er die zweitschnellste Zeit des gesamten U12-Feldes. Aeneas Wehran freute sich über seine erste Zeit unter der 3-Minuten-Marke (2:58,26min). Die meiste Punkt erbrachten Filax Weitsprung sowie Salows 800m-Lauf. Das Team beendete den Wettkampf auf Rang 8.

Das Trainerteam Anke Kreke-Fels und Andreas Berger konnte in der weiblichen U14 in Top-Besetzung an den Start gehen und das Team freute sich sehr über den dritten Platz. Die Mädchen begannen mit dem Weitsprung mit drei sehr soliden Leistungen (Lia Filax 4,53m, Lena Guilleaume 4,24m, Ida Breuer 4,14m). Im 75m Lauf spielte Filax ihre Schnelligkeit aus und sprintete in 10,28s die schnellste Zeit der Wettkampfgruppe 3. Dahinter lief Lena Guilleaume in 10,78s eine neue Bestzeit. Hanna Kreke brachte im Ballwurf die meisten Punkte aufs Teamkonto (38,5m). Nachdem im ersten Staffellauf das Team der LG leider disqualifizeirt wurde, konnten Inga Schulte, Ida Breuer, Martha Schymocha und Lena Breuer im zweiten Vorlauf den Stab in 42,65s sicher ins Ziel bringen.

Auch die Mannschaft der männlichen U14, die von Sina Heemsoth betreut wurde, musste auf einen Leistungsträger verzichten. Das junge Team (alle Athleten sind auch im kommenden Jahr noch in der U14 startberechtigt) ging in der Wettkampfgruppe 3 an den Start. Der Ballwurf startete mit zwei Bestleistungen für Eric Schwarz (38,5m) und Ben Breuer (31,0m). Die schnellste 75m Zeit erzielte Jonah Ross in 11,83s. Im Weitsprung konnte Schwarze bei einsetzendem Regen mit 4,11m erneut wichtige Punkte sammeln. Das Team belegte den 7. Platz.

2. Tag der Westfälischen Mannschaftsmeisterschaften – Sonntag, 23.09.2018 – die U16-Mädchen sind Westfalenmeister

Am Sonntag ging es für die Mannschaften der U16 schon früh mit dem Bus nach Kreuztal. Das Team der weiblichen U18 musste aufgrund zahlreicher Abmeldungen leider kurzfristig zurückgezogen werden. Pünktlich zum Herbstanfang zeigte sich das Siegerland von einer ungemütlichen Seite. Kühle Temperaturen, Regengüsse, die zu Unterbrechungen führten, stürmige Böen und Sichtverhältnisse, die schon am frühen Nachmittag zum Einschalten des Flutlichtes führten, klingen nicht nach optimalen Leichtathletik-Bedingungen. Trotz der widrigen Umstände kämpften sich die Jungen und Mädchen durch den Wettkampftag und wurden am Ende durch einen dritten platz (MU16) und einen Westfalenmeistertitel (WU16) belohnt.

Die U16-Jungen konnten sich in Top-Besetzung der Konkurrenz stellen und den zweiten Bronzerang für die LG Brillux Münster gewinnen. Trotz des Herbstwetters wurden zu Saisonende noch einmal einige Bestleistungen erstellt. Der Wettkampf begann mit zwei Bestmarken im Hochsprung für Lars Günther (1,64m) und Bjarne Bischoff (1,60m). Im 100m-Sprint zeigte Danilo Hüls seine beste Leistung der Saison (12,66s) und auch Bischoff blieb in 12,90s unter der 13s-Marke. Er setzte seine gute Serie anschließend im Speerwurf fort. Eine Verbesserung seiner Bestleistung um 8m (!) auf 39,10m bedeutete die zweitbeste Leistung aller U16-Jungen. Bastian Sundermann zog über 80m Hürden nach und lief in 12,22s eine neue Bestleistung. Im Weitsprung blieb er mit 4,97m nur knapp unter der 5m-Marke. Lars Günther konnte im Kugelstoß mit 10,78m noch eine zweite Bestleistung feiern, nur 2 U16-Jungen stießen die 4kg-Kugel weiter. Die 800m-Läufe bildeten zum Abschluss ein Highlight. Drei der vier schnellsten Zeiten gingen auf das Konto der LG Brillux. DM-Starter Sören Buffi zog der U16-Konkurrenz in 2:14,76min davon, dahinter folgen Jannis Röhrs (2:24,30min) und Sundermann (2:25,97min) mit zwei neuen Bestleistungen auf Rang 3 und 4.
Die Trainer Julius Buchmann und Paul Heuermann freuten sich mit ihrem Team über einen erfolgreichen dritten Platz.

Die Leistungen der U16-Mädchen litten unter den Wetterverhältnissen, aber die Bedingungen waren für alle Mannschaften gleich und die Münsteranerinnen schienen den Regen am besten trotzen zu können.
Ida Schwering und Guely Batantou brachten das Team mit der dritt- und viertschnellsten 100m-Zeit aller U16-Mädchen ins Rennen (13,02s bzw. 13,23s). Über 80m Hürden sammelte Schwering in 12,97s gleich die nächsten Punkte auf dem Weg zum Titel. Marla Matthiesen konnte hier in 13,56s einen deutlichen Vorlaufsieg feiern. In den Sprungdisziplinen mussten aufgrund von Regen und Sturm die größten Leistungseinbußen verkraftet werden. Schwering (4,75m) und Mimi Herbort (4,23m) hielten das Team im Weitsprung auf Kurs, im Hochsprung ging es Trainerin Klaudia Schönfeld vor allem darum, dass sich keine ihrer Mädchen verletzte. Batantou (1,40m) und Maya Röser (1,32m) blieben deutlich unter ihren Bestmarken sicherten aber die Punkte. Im Speerwurf verbesserte sich Mimi Herbort auf 23,64m und zeigte die beste Leistung der LG. Die noch 13-jährige Lena Guilleaume, die am Vortag bereits bei den U14-Mädchen im Einsatz war, konnte in ihrer Paradedisziplin, dem Kugelstoßen, mit persönlicher Bestleistung von 9,37m die U16-Konkurrenz gewinnen. Bei beiden 4x100m-Staffeln machten sich die zusätzlichen Trainingseinheiten bemerkbar, mit guten Wechseln kamen sie sicher ins Ziel. Den Tagesabschluss bildeten traidionsgemäß die 800m-Läufe, in denen auch bei den Mädchen die LG Brillux noch einmal stark auftrumpfte. Jil-Marie Flieger musste sich im ersten Vorlauf in 2:30,80s nur knapp einer Konkurrentin aus Coesfeld geschlagen geben. Im zweiten Vorlauf lief Mariam Ibrahim dann dem Feld davon und siegt in 2:39,94min mit 9s Vorsprung. In der Summe der Leistungen aller Teammitglieder sicherte sich das U16-Team den Westafelnemsier-Titel. “Unglaublich, was die Kids heute geleistet haben” war dementsprechend das Fazit von Schönfeld.
Der letzte Sieg einer weiblichen Mannschaft liegt 11 Jahre zurück. 2007 siegte die Weibliche U16 der damaligen LG Ratio Münster. In der Mannschaft startete damals unter anderem Olympia-Teilnehmerin und Staffel-Weltmeisterin Tatjana Pinto.

Nachwuchs der LG Brillux sammelt 30 Kreismeister-Titel in Havixbeck

Am vergangenen Samstag reisten sechs Grundvereine der LG Brillux Münster mit zahlreichen Nachwuchsathleten nach Havixbeck um dort die Meister des Leichtathletik-Kreises Münster zu ermitteln. Die LG war in allen Altersklassen vertreten und neben der Quantität ist auch die Qualität bemerkenstwert – 30 Kreismeisterteitel gingen auf das Konto.

Bei den jüngsten Startern gewann Max Westphal (M8) mit 33,5m den Ballwurf und Leonard Mach (M9) freute sich gleich über zwei Kreismeistertitel: nach einem Satz auf 3,90m im Weitsprung entschied er auch die 800m in 2:58,08min für sich.
Der 50m-Meistertitel bei den 8-jährigen Mädchen ging in 8,94s an Lisa Fallenberg, die auch im Weitsprung nicht zu schlagen war (3,19m). Der Ballwurf war ebenfalls in den Händen der LG Brillux – der weiteste Wurf gelang Friederike Lunau mit 19,0m. In der W9 war Ida Dosdahl im 50m-Sprint (8,30s) als erstes im Ziel, Linette Kaiser konnte in dieser Altersklasse sowohl den Weitsprung (3,81m) als auch den Ballwurf (26,0m) für sich entscheiden.

Bei den 10-jährigen Mädchen stand in allen Disziplinen eine LG Brillux Athletin ganz oben auf dem Podest. Milla Niklas durfte sich nach 8,26s über 50m, 3:00,90min im 800m-Lauf und 3,75m im Weitsprung über drei Goldmedaillen freuen, Finja Schulte sicherte sich die Medaillen im Hochsprung (1,16m) und Ballwurf (32,0m). Die schnellste 11-jährige Sprinterin des Kreises Münster war an diesem Tag Rachel Marin (7,94s), während sich Finnja Freisfeld als besonders sprungstarke Athletin zeigte; mit 1,32m im Hochsprung und 4,27m im Weitsprung konnte sie sich neben den Tagessiegen auch über zwei neue Bestleistungen freuen.

Bei den 12-jährigen Jungen eilte Jonah Ross dem 800m-Feld davon und siegte überlegen in 2:32,38min vor seinem Team-Kollegen Cedrik Runde (2:49,31min). In derselben Altersklasse sicherte Eric Schwarze sich gar ein Tripel: 1,34m im Hochsprung, 4,25m im Weitsprung sowie 12,08s über die 60m Hürden erbrachten ihm drei Goldmedaillen. Bei den W12-Mädchen gab es mit Ida Breuer ebenfalls eine Mehrfach-Kriesmeisterin. Sie war schnellste Athletin über 800m in 2:52,37min und freute sich besonders über den zweiten Titel im Weitsprung (4,24m). Der Sieg über 60m Hürden ging in 12,64s an Emma Lindermann und Sophia Mazzei zeigte im Ballwurf eine überlegene Leistung, indem mit 8m Vorsprung gewann (37m).

Die ältesten Starter, die U16-Athleten, konnten fünf Titel mit nach Hause nehmen. Lars Günther gewann den Hochsprung mit 1,60m und Luc Krawinkel siegte im Ballwurf mit 54,0m. Im Weitsprung verbesserte sich Danilo Hüls um fast einen halben Meter auf 5,41m und belegt damit Rang zwei. Bei den W14-Mädchen zeigte Mehrkampf-Talent Ida Schwering nach einer langen Saison noch einmal einen guten Wettkampf. Sie war im Hochsprung (1,48m), im Weitsprung (5,25m) und über 80m Hürden (13,12s) nicht zu schlagen. Die Weitsprungleistung bedeutet zu Saisonende noch einmal eine neue Bestleistung.

Die Kreismeisterschaft war auch der letzte Test für das Saison-Finale, den Westfälischen Mannschaftsmeisterschaften in Kreuztal, bei dem die LG Brillux mit sechs Mannschaften (MU12, MU14, WU14, MU16, WU16, WU18) an den Start gehen wird.

Sparenberg mit erster 20-Sekunden-Zeit und DM-Finalteilnahme

Kai Sparenberg hat bei den 118. Deutschen Leichtathletikmeisterschaften seine starke Saison gekrönt und ist in der ersten Sub-21-Sekundenzeit seiner Karriere ins 200-Meter-Finale eingelaufen, wo er einen vierten Platz erreichte. Im Finale, das in der Übertragung des Zweiten Deutschen Fernsehens zu sehen war (siehe untenstehenden Link), war sein Start zunächst etwas zu vorsichtig. Kurz zuvor war Maurice Huke (TV Wattenscheid) aufgrund eines Fehlstarts disqualifiziert worden. Diese Irritation war Sparenberg auf den ersten Metern anzusehen, auf der Zielgeraden zeigte er jedoch ein starkes Finish und lief in 21,06 Sekunden erneut eine klasse Zeit.

Staffeln zum Saisonhöhepunkt mit Top-Leistungen

Die 4×100-Meter-Staffel der Männer mit Markus Greufe, Kai Sparenberg, Jan Vogt und Justus Hilling holte im Max-Morlock-Stadium das Optimum heraus. Sie verbessteren ihre Anreisezeit von 41,68 Sekunden in einem tollen Lauf mit flüssigen Wechseln auf 40,97 Sekunden, womit sie den Kreisrekord in die LG holten und Platz acht erreichten. Die 3×1.000-Meter-Staffel der männlichen Jugend U20 werden seit einiger Zeit in die Titelkämpfe der Aktiven integriert, was mit dem Hintergedanken der Nachwuchsförderung und Motivation begründet ist. Die LG Brillux Staffel aus Tom Thiemann, Jens Kassebeer und Jari Bender verbessterten ihre Saisonbestleistung um eine Viertelminute auf 7:46,96 Sekunden, wodurch sie von ihrem 20. Melderang auf die 15. Endplatzierung kletterten. Während Thiemann etwas verhalten anging, da er in dem langsameren ersten Vorlauf startete, liefen Kassebeer und Bender jeweils persönliche Bestzeit von 2:38 und 2:30 Minuten.

Voigt mit viel Pech

Nils Voigt, der sich diese Saison bislang in Top-Form präsentiert hatte, konnte diese aufgrund eines Infektes leider nicht auf die Bahn bringen. Nach wenigen Metern war dem jungen Athleten anzusehen, dass ihm an diesem Tag die nötige Kraft fehlte. Ein Sturz am Hindernis nach 1.600 Metern sorgte bei Zuschauern wie Trainerteam kurz für Schrecken, jedoch brachte Voigt das Rennen trotz der widrigen Umstände und sturzbedingt verlorenen Zeit in 9:17,69 Minuten ins Ziel. Mit seiner starken Form wird im Herbst ganz sicher wieder zu rechnen sein.

Der sportliche Leiter der LG Brillux Jörg Riethues zeigte sich mit den Resultaten des Wochenendes sehr zufrieden. Am kommenden Wochenende folgen nun noch die Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock, bevor Athleten und Trainer in die wohlverdiente Saisonpause gehen können.

Ergebnisse 118. Deutsche Leichtathletikmeisterschaften Nürnberg 2018

Video-Clip in der ZDF-Mediathek: 200-Meter-Finale mit Kai Sparenberg

Video-Clip auf leichtathletik.de: 3.000 Meter Hindernis mit Nils Voigt

U20-Weltmeisterschaft Tampere – Luka Herden erwischt keinen Sprung richtig

„Es wäre mehr drin gewesen“, musste Luka Herden nach der Weitsprung-Qualifikation feststellen. Zum einen, weil bei einer stolzen Qualifikationsweite von 7,70 Metern schließlich sogar 7,42 Meter für den Einzug in das Finale gereicht hätten. Zum anderen, weil er selbst in seinen drei Sprüngen nicht richtig das zeigen konnte, was in ihm steckt. „Ich hatte ein gutes Gefühl. Aber dann war der erste ungültig und beim zweiten habe ich viel verschenkt.“ Im dritten Versuch landete er schließlich bei 7,29 Metern – zu seiner Bestmarke von 7,61 Metern fehlte da ein gutes Stück.

Der 18-Jährige, der noch ein weiteres Jahr in der U20 vor sich hat, konnte dennoch mit einem positiven Gefühl das Stadion verlassen: „Ich bin froh, dass ich hier war. Es war eine tolle Erfahrung und ich habe viel mitgenommen.“ Den besten Sprung der Qualifikation erwischte der Japaner Yuki Hashioka (7,92 m). Der Jahresbeste Maikel Y. Vidal aus Kuba, der schon 8,12 Meter gesprungen ist, machte es spannend. Erst im dritten Versuch sprang er als Zwölfter mit 7,42 Metern ins Finale.