Nils Voigt gewinnt sensationell Bronze bei Deutschen Jugendmeisterschaften

Es dauerte eine Weile bis der Stadionsprecher die Startnummer 1612 Nils Voigt von der LG Brillux Münster zugeordnet hatte. Gemeldet war der 18-Jährige, der von Jörg Riethues trainiert wird, mit einer Zeit von 15:31 min. So zählte der junge Athlet im 5.000 Meter-Finale bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena nicht unbedingt zu dem engeren Favoritenkreis und überraschte Zuschauer, Konkurrenz sowie sich selbst, als er im Ziel überglücklich als Bronzemedaillengewinner mit neuer persönlicher Bestleistung von 14:50,46 Minuten jubelnd die Arme hochriss. Gold und Silber gingen an die ein Jahr älteren Athleten Moritz Beinlich von der LG Rhein-Wied in 14:47,23 Minuten Fabian Gering dem U20-Vizeeuropameister aus Wattenscheid in 14:47,48 Minuten.

Riethues: „Eine Leistung, von der man sich nicht zu träumen traute“

Auch sein Trainer Jörg Riethues, der schon zahlreiche Athleten in die nationale Spitze geführt hat, war begeistert von der Leistung seines Schützlings: „Das Rennen war wie gemalt für Nils – doch der letzte Kilometer und die Tatsache, dass Nils zu jeder Zeit im Lauf hellwach war und taktisch bärenstark gelaufen ist, haben mich umgehauen. Von einer solch starken Leistung habe ich mich nicht getraut zu träumen, auch wenn die Trainingswerte optimal waren.“

Bis zu dem letzten Kilometer lief das 5.000 Meter-Feld der U20-Athleten eng beieinander. Auf den ersten Runden lag Voigt noch auf Rang 14, wodurch er sich jedoch in keiner Weise verunsichern ließ. Ruhig arbeitete er sich Position um Position nach vorne. Als es auf den letzten Kilometer ging, hatte sich eine Spitzengruppe von fünf Läufern abgesetzt, zu der auch der Mittel- und Langstreckler von der LG Brillux Münster gehörte. Er ging das hohe Tempo mit und konnte 120 Meter vor dem Ziel an Taher Belkorchi (Leverkusen) dem dritten Läufer vorbeigehen. Mit einem Schlusskilometer von 2:42 Minuten holte Voigt seine erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften. Seine Zeit von 14:50,46 Minuten bedeutet nicht nur eine Verbesserung um über 40 Sekunden sondern aktuell Platz acht in der Deutschen U20-Jahresbestenliste.

LG Brillux-Frauenstaffel verkauft sich teuer

Topfit präsentierten sich auch die Läuferinnen der 3x 800 Meter-Staffel der LG Brillux Münster. Erstmalig blieben Margot Wyrwoll, Charlotte Lillack und Isabel Dickob in 6:58,17 Minuten unter der 7 Minuten-Marke und liefen alle im Bereich ihrer persönlichen 800 Meter-Bestleistungen. Startläuferin Margot Wyrwoll behauptete sich im Feld und übergab nach ungefähr 2:15 Minuten an Charlotte Lillack, die mit 2:22 Minuten Saisonbestleistung lief. Isabel Dickob brachte den Staffelstab in starken 2:19 Minuten ins Ziel. „Damit habe sie das Maximale rausgeholt und hier bei den Deutschen Staffelmeisterschaften eine super Leistung gezeigt“, freute sich Riethues. Mit ihrer Zeit erreichten sie Rang 15 im stark besetzten Staffelfeld.

Verletzung bremst U18-Staffel aus

Die 4x 100 Meter-Staffel der U18 aus Jannis Leuthner, Luka Herden, Ben Rose und Astemir Apaschev hatte Pech im Jenaer Stadion: Startläufer Jannis Leuthner verletzte sich auf den ersten Metern und konnte den Stab nur mit Mühe an Luka Herden übergeben. Die unter diesen Umständen erlaufende Zeit von 46,49 Sekunden reichte nicht für die Finalqualifikation. Kommendes Wochenende gehen Herden und Rose mit der U16-Staffel und der schnellsten Meldezeit bei den Deutschen U16-Meisterschaften in Köln wieder an den Start.

5000 Meter Finale U20

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