Sparenberg mit erster 20-Sekunden-Zeit und DM-Finalteilnahme

Kai Sparenberg hat bei den 118. Deutschen Leichtathletikmeisterschaften seine starke Saison gekrönt und ist in der ersten Sub-21-Sekundenzeit seiner Karriere ins 200-Meter-Finale eingelaufen, wo er einen vierten Platz erreichte. Im Finale, das in der Übertragung des Zweiten Deutschen Fernsehens zu sehen war (siehe untenstehenden Link), war sein Start zunächst etwas zu vorsichtig. Kurz zuvor war Maurice Huke (TV Wattenscheid) aufgrund eines Fehlstarts disqualifiziert worden. Diese Irritation war Sparenberg auf den ersten Metern anzusehen, auf der Zielgeraden zeigte er jedoch ein starkes Finish und lief in 21,06 Sekunden erneut eine klasse Zeit.

Staffeln zum Saisonhöhepunkt mit Top-Leistungen

Die 4×100-Meter-Staffel der Männer mit Markus Greufe, Kai Sparenberg, Jan Vogt und Justus Hilling holte im Max-Morlock-Stadium das Optimum heraus. Sie verbessteren ihre Anreisezeit von 41,68 Sekunden in einem tollen Lauf mit flüssigen Wechseln auf 40,97 Sekunden, womit sie den Kreisrekord in die LG holten und Platz acht erreichten. Die 3×1.000-Meter-Staffel der männlichen Jugend U20 werden seit einiger Zeit in die Titelkämpfe der Aktiven integriert, was mit dem Hintergedanken der Nachwuchsförderung und Motivation begründet ist. Die LG Brillux Staffel aus Tom Thiemann, Jens Kassebeer und Jari Bender verbessterten ihre Saisonbestleistung um eine Viertelminute auf 7:46,96 Sekunden, wodurch sie von ihrem 20. Melderang auf die 15. Endplatzierung kletterten. Während Thiemann etwas verhalten anging, da er in dem langsameren ersten Vorlauf startete, liefen Kassebeer und Bender jeweils persönliche Bestzeit von 2:38 und 2:30 Minuten.

Voigt mit viel Pech

Nils Voigt, der sich diese Saison bislang in Top-Form präsentiert hatte, konnte diese aufgrund eines Infektes leider nicht auf die Bahn bringen. Nach wenigen Metern war dem jungen Athleten anzusehen, dass ihm an diesem Tag die nötige Kraft fehlte. Ein Sturz am Hindernis nach 1.600 Metern sorgte bei Zuschauern wie Trainerteam kurz für Schrecken, jedoch brachte Voigt das Rennen trotz der widrigen Umstände und sturzbedingt verlorenen Zeit in 9:17,69 Minuten ins Ziel. Mit seiner starken Form wird im Herbst ganz sicher wieder zu rechnen sein.

Der sportliche Leiter der LG Brillux Jörg Riethues zeigte sich mit den Resultaten des Wochenendes sehr zufrieden. Am kommenden Wochenende folgen nun noch die Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock, bevor Athleten und Trainer in die wohlverdiente Saisonpause gehen können.

Ergebnisse 118. Deutsche Leichtathletikmeisterschaften Nürnberg 2018

Video-Clip in der ZDF-Mediathek: 200-Meter-Finale mit Kai Sparenberg

Video-Clip auf leichtathletik.de: 3.000 Meter Hindernis mit Nils Voigt

Drei Wettkampforte – drei DM-Normen

Am vergangenen Wochenende fand in Paderborn erstmalig das Pader-Leichtathletik-Meeting statt. Damit ist die deutsche Leichtathletikszene um ein Top-Event reicher. Neben Bundestrainer Thomas Kremer, der die Veranstaltung als Testwettkampf für den U20-Sprintkader nutze, profitierten auch die LG Brillux Athleten aus der Leistungsgruppe Sprint/Sprung um Lars Goldbeck von den guten Bedingungen.

Michalik mit DM-Norm auf dem Weg zu alter Stärke

Katharina Rikus wird technisch immer stärker.
Katharina Rikus wird technisch immer stärker.

Joshua Michalik (U20) machte im Ahorn-Sportpark einen weiteren Schritt zurück zu alter Stärke und qualifizierte sich für die Deutschen Jugendmeisterschaften über 100 Meter in 11,15 Sekunden. Kai Sparenberg erzielte über die gleiche Distanz bei leichtem Gegenwind in starken 10,64 Sekunden eine weitere Einzelnorm für die nationalen Meisterschaften der Aktiven. Über 200 Meter zeigte er trotz eines noch nicht optimalen Kurvenlaufes ein ähnlich hohes Niveau und lief 21,49 Sekunden. Ben Rose stellte über die 100-Meter-Sprintdistanz erneut seine gute Form unter Beweis und bestätigte in 11,17 Sekunden die U20-DM-Norm.

Vor den Augen des Bundestrainers Uwe Florczak absolvierte Luka Herden den Weitsprungwettbewerb, welchen er – obwohl das Absprungbrett am Samstag im Sportpark nicht das seine war – mit 7,08 Metern gewann. Ein besonderes Highlight für den U20-Athleten war die gleichzeitige Teilnahme des Olympiasiegers Gregory James Rutherford (GBR), der die Männerkonkurrenz mit 7,76 Metern dominierte. Auch Markus Greufe, der sich in den letzten Wettkämpfen so stark präsentieren konnte, hatte in Paderborn Mühe auf der Sprintgeraden Mühe mit dem Gegenwind. Er lief 11,00 Sekunden. Indes steigert sich U20-Athletin Katharina Rikus momentan von Wettkampf zu Wettkampf und setzt immer mehr technische Aspekte aus dem Training um. Sie lief die 100 Meter in 13,16 Sekunden.

Hartmann qualifiziert sich für Deutsche Mehrkampfmeisterschaften

Jannik Hartmann vertrat die Farben der LG Brillux am gleichen Wochenende bei den NRW-Mehrkampfmeisterschaften in Lage. Dort zeigte er einen tollen Zehnkampf und belegte mit 6.663 Punkten den vierten Platz. Mit dieser Leistung qualifizierte er sich für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften vom 24.08. bis zum 26.08.2018 in Wesel. Die Leistungsgruppe Lauf um Jörg Riethues ging bei dem 48. Internationalen Meeting im Besagroup-Sportpark in Rhede an den Start. Dort präsentierte sich Nils Voigt wiederum in starker Form und lief 3:58,88 Minuten über 1.500 Meter. Damit belegte er den fünften Platz im Männerklassement.

 

Ergebnisse 1. Internationales Pader-Leichtathletik-Meeting Paderborn 2018

Homepage LC Paderborn | Informationen Pader-Leichtathletik-Meeting

Ergebnisse NRW-Mehrkampfmeisterschaften 2018

Ergebnisse 48. Internationales Meeting 2018 im Besagroup-Sportpark in Rhede

LG Brillux mit Melderekord bei Münsterlandmeisterschaften

Die LG Brillux hat den ersten Sieg bei den  Münsterlandmeisterschaften schon davongetragen: 145 Starts, 66 Athleten und elf Staffeln. Eine Bilanz, die die bereits schon starken Zahlen aus 2017 nochmal in den Schatten stellt. Die Münsterlandmeisterschaften sind für die U14-Athleten und -Athletinnen bereits der Saisonhöhepunkt des Jahres, sind sie für diese Altersklasse die höchst ausgetragene Meisterschaft. Der Fokus liegt am Wochenende in Ahlen folglich klar auf dem Nachwuchs. Die etwas älteren Starter und Starterinnen der U16 greifen bei dieser Gelegenheit nochmal nach Westfalen- oder NRW-Meisterschaftsnormen. Die U18- und älteren Altersklassen haben Bestleistungen, DM-Normen und – wie generell für alle am Samstag und Sonntag geltend – tolle Wettkämpfe zum Ziel ausgeschrieben.

Leistungsgruppe Sprint legt 2018 Fokus auf die Staffeln

Die Leistungsgruppe Sprint der LG Brillux, die von Lars Goldbeck trainiert wird, möchte im Jahr 2018 in den Altersklassen der U20, der 23 und in der Aktivenklasse jeweils eine 4×100-Meter-Männerstaffel  zu den nationalen Titelkämpfe schicken. Dies ist neben persönlichem erfolgreichen Abschneiden auch das ausgegebene Hauptziel der Athleten der Gruppe. Für Goldbeck, der nach seiner eigenen Aktivenkarriere bei der LG von der Athleten- auf die Trainerseite gewechselt ist, geht es darüber hinaus um die persönliche Fortbildung und weitere Professionalisierung seiner Arbeit mit seiner talentierten und leistungsstarken Gruppe.

Luka Herden legt den Fokus auf den Weitsprung, wobei er seine Bestleistung von 7,50 Metern aus dem letzten Jahr angreifen will. Mit dieser Leistung ist die U20-Weltmeisterschaftsnorm von 7,55 Metern in greifbarer Nähe. Über die 100 Meter möchte er seine 10,80 Sekunden unterbieten. Kai Sparenberg – seit diesem Jahr in der Aktivenklasse startberechtigt – möchte er die Schwellen von 10,50 Sekunden über 100 Meter und 21,00 Sekunden über 200 Meter überwinden. Vereinsneuzugang Joshua Michalik hat sich gut in der neuen Trainingsgruppe eingelebt und ist für die Staffeln ein wertvoller Athlet.

Trainingslager Riccione & Malente – zwei klimatische Welten

Es ist schon eine Weile her, doch auch dieses Jahr waren die Leichathleten der LG Brillux Münster über Ostern wieder in den Trainingslagern, um sich den letzten Feinschliff für die Sommersaison zu holen. Ein Bericht darüber soll nicht fehlen und kommt nun – mit einer Bitte um Entschuldigung – mit einiger Verzögerung.

Station No.1: Riccione – klimatischer Zenit

Osterferienzeit ist Trainingslagerzeit, so auch für 26 Leichtathleten der beiden LG Grundvereine TuS Hiltrup und TSV Handorf. Gemeinsam ging es nach Riccione an die Adriaküste. Beste Trainingsbedingungen erwarteten die Athleten am breiten Sandstrand und im Leichtathletikstadion, welches 2007 Austragungsstätte der Leichtathletik-Seniorenweltmeisterschaft war.

Die Verbesserung der Sprint- und Hürdentechnik, der Starts und Staffelwechsel standen im Vordergrund der Stadioneinheiten. Ein Highlight für die jungen Athleten waren zwei Einheiten mit Kai Sparenberg, Jan Vogt und Markus Greufe aus der Leistungsgruppe um Lars Goldbeck. Diese gaben dem Nachwuchs Tipps und eigene Erfahrungen weiter. Eine schöne gemeinsame Aktion, die zu einer Win-Win-Aktion für beide Seiten wurde. Der zweite Schwerpunkt des Trainingslagers wurde im Wurfbereich gesetzt. Die Fortschritte im Speerwerfen begeisterten Athleten und Trainer gleichermaßen.

Neben den anstrengenden Einheiten kam aber auch der Spaß nicht zu kurz. Die Athleten konnten am Strand das Beachvolleyball-Flair fühlen und aufsaugen, denn während des Trainingslagers fand gleichzeitig Europas größtes Oster-Trainingscamp für Volleyballer statt. 200 Beachvolleyballnetze säumten den breiten Sandstrand und waren ständig von Sportlern besetzt.

Der Abschied gestaltete sich schlussendlich wehmütig, denn die Athleten werden nicht nur das schöne Wetter, eine super Verpflegung, die nette Gemeinschaft und eine hervorragende physiotherapeutische Betreuung durch Sabine Zumdick vermissen. Karo Mertens wird aufgrund erhöhter Studiumsbelastung nach den Osterferien nicht mehr als Trainerin zur Verfügung stehen. Jedoch steht schon das neu zusammengesetzte Trainerteam aus Klaudia Schönfeld und Anke Kreke-Fels bereit, um mit den Athleten im Sommer viele schöne Erfolge zu feiern und sie bei den Wettkämpfe zu begleiten.

Station No.2: Malente – klimatischer Nadir

Die Mittel- und Langstreckler der LG hatten sich wie in den vergangenen Jahren der Gruppe des SV Teuto Riesenbeck angeschlossen und waren in den Norden nach Malente gefahren. Schon die letzten Jahre war dieses immer eine Wetter-Lotterie: Mal frühlingshafte Temperaturen mit Sonne und kurzen Hosen, mal aber auch ein Winternachzügler mit Schnee, Sturm und Matsch.  Dieses Jahr war es leider letzteres, sodass manche Bahneinheiten kurzfristig in den Wald verlegt werden mussten und die verfügbaren trockenen Socken gen Ende des Trainingslagers immer weniger wurden.

Elf Teilnehmer und zwei Trainer verbrachten acht Tage in dem kleinen Ort Schleswig-Holsteins, wo durch die Vorbereitung der DFB Elf auf die Weltmeisterschaft 1974 der „Geist von Malente“ geprägt wurde. Während Franz Beckenbauer damals am 20. Juni in der Boulevardpresse noch mit „In Malente wird man wahnsinnig“, zitiert wurde, entstand im LG-Trainingslager kein Lagerkoller. Für viele der mitgereisten Athleten, wie Sören Buffi, Mariam Ibrahim und Jil-Marie Flieger, war es das erste intensive Trainingslager. Das Training wurde bedingt durch das Wetter sehr abwechslungsreich gestaltet: Vom Lauftraining im Wald, um die Seen und im Stadion bis zu Ausweicheinheiten in der Sporthalle und im Schwimmbad war alles dabei.

Nicht mitgereist war Nils Voigt, der sich gemeinsam mit Top-Athleten wie Hendrik Pfeiffer vom TV Wattenscheid in der Höhe von Flagstaff auf die Saison vorbereitete. Die erste Standortbestimmung für die Läufer waren nun die vor zwei Tagen erfolgten NRW-Langstreckenmeisterschaften, bei denen sich die gute Vorbereitung bereits bezahlt gemacht hat.