Trainingslager Riccione & Malente – zwei klimatische Welten

Es ist schon eine Weile her, doch auch dieses Jahr waren die Leichathleten der LG Brillux Münster über Ostern wieder in den Trainingslagern, um sich den letzten Feinschliff für die Sommersaison zu holen. Ein Bericht darüber soll nicht fehlen und kommt nun – mit einer Bitte um Entschuldigung – mit einiger Verzögerung.

Station No.1: Riccione – klimatischer Zenit

Osterferienzeit ist Trainingslagerzeit, so auch für 26 Leichtathleten der beiden LG Grundvereine TuS Hiltrup und TSV Handorf. Gemeinsam ging es nach Riccione an die Adriaküste. Beste Trainingsbedingungen erwarteten die Athleten am breiten Sandstrand und im Leichtathletikstadion, welches 2007 Austragungsstätte der Leichtathletik-Seniorenweltmeisterschaft war.

Die Verbesserung der Sprint- und Hürdentechnik, der Starts und Staffelwechsel standen im Vordergrund der Stadioneinheiten. Ein Highlight für die jungen Athleten waren zwei Einheiten mit Kai Sparenberg, Jan Vogt und Markus Greufe aus der Leistungsgruppe um Lars Goldbeck. Diese gaben dem Nachwuchs Tipps und eigene Erfahrungen weiter. Eine schöne gemeinsame Aktion, die zu einer Win-Win-Aktion für beide Seiten wurde. Der zweite Schwerpunkt des Trainingslagers wurde im Wurfbereich gesetzt. Die Fortschritte im Speerwerfen begeisterten Athleten und Trainer gleichermaßen.

Neben den anstrengenden Einheiten kam aber auch der Spaß nicht zu kurz. Die Athleten konnten am Strand das Beachvolleyball-Flair fühlen und aufsaugen, denn während des Trainingslagers fand gleichzeitig Europas größtes Oster-Trainingscamp für Volleyballer statt. 200 Beachvolleyballnetze säumten den breiten Sandstrand und waren ständig von Sportlern besetzt.

Der Abschied gestaltete sich schlussendlich wehmütig, denn die Athleten werden nicht nur das schöne Wetter, eine super Verpflegung, die nette Gemeinschaft und eine hervorragende physiotherapeutische Betreuung durch Sabine Zumdick vermissen. Karo Mertens wird aufgrund erhöhter Studiumsbelastung nach den Osterferien nicht mehr als Trainerin zur Verfügung stehen. Jedoch steht schon das neu zusammengesetzte Trainerteam aus Klaudia Schönfeld und Anke Kreke-Fels bereit, um mit den Athleten im Sommer viele schöne Erfolge zu feiern und sie bei den Wettkämpfe zu begleiten.

Station No.2: Malente – klimatischer Nadir

Die Mittel- und Langstreckler der LG hatten sich wie in den vergangenen Jahren der Gruppe des SV Teuto Riesenbeck angeschlossen und waren in den Norden nach Malente gefahren. Schon die letzten Jahre war dieses immer eine Wetter-Lotterie: Mal frühlingshafte Temperaturen mit Sonne und kurzen Hosen, mal aber auch ein Winternachzügler mit Schnee, Sturm und Matsch.  Dieses Jahr war es leider letzteres, sodass manche Bahneinheiten kurzfristig in den Wald verlegt werden mussten und die verfügbaren trockenen Socken gen Ende des Trainingslagers immer weniger wurden.

Elf Teilnehmer und zwei Trainer verbrachten acht Tage in dem kleinen Ort Schleswig-Holsteins, wo durch die Vorbereitung der DFB Elf auf die Weltmeisterschaft 1974 der „Geist von Malente“ geprägt wurde. Während Franz Beckenbauer damals am 20. Juni in der Boulevardpresse noch mit „In Malente wird man wahnsinnig“, zitiert wurde, entstand im LG-Trainingslager kein Lagerkoller. Für viele der mitgereisten Athleten, wie Sören Buffi, Mariam Ibrahim und Jil-Marie Flieger, war es das erste intensive Trainingslager. Das Training wurde bedingt durch das Wetter sehr abwechslungsreich gestaltet: Vom Lauftraining im Wald, um die Seen und im Stadion bis zu Ausweicheinheiten in der Sporthalle und im Schwimmbad war alles dabei.

Nicht mitgereist war Nils Voigt, der sich gemeinsam mit Top-Athleten wie Hendrik Pfeiffer vom TV Wattenscheid in der Höhe von Flagstaff auf die Saison vorbereitete. Die erste Standortbestimmung für die Läufer waren nun die vor zwei Tagen erfolgten NRW-Langstreckenmeisterschaften, bei denen sich die gute Vorbereitung bereits bezahlt gemacht hat.

 

Disziplinübergreifendes Trainingslager der LG Brillux in Monte Gordo

Den Jahreswechsel haben 20 LG-Athleten im Trainingslager verbracht. Die Leistungsgruppen Sprint/Sprung und Lauf von Lars Goldbeck und Jörg Riethues waren gemeinsam in Monte Gordo und haben sich dort auf die anstehende Saison vorbereitet. Bei besten Bedingungen sowohl für Läufer wie für Sprinter wurden in Portugals Süden zahlreiche Einheiten absolviert.

Sprintteam begrüßt Neuzugang

Das Training verlief für alle Athleten sehr erfolgreich. Goldbeck arbeitete mit seinen Athleten unter anderem an der Spritzigkeit für die kommenden Wettkämpfe. Besonders erfreulich war auch das Training von Luka Herden, der nach einer Schleimbeutelentzündung wieder nahezu schmerzfrei springen konnte. Kai Sparenberg, einer der stärksten LG-Athleten, steigerte sich in Portugal noch einmal deutlich und startet nun mit einer starken Form in die Hallensaison des neuen Jahres. Joshua Michalik, der die Leistungsgruppe um Lars Goldbeck seit diesem Jahr verstärkt, reiste gemeinsam mit seinem Trainer Harald Bottin mit nach Monte Gordo. Dabei profitierten beide Trainer voneinander und legten den Grundstein für die kommende Zusammenarbeit.

Voigt mit starker Form aus den USA zurück

Jörg Riethues war ebenfalls vollauf zufrieden mit dem Training seiner Athleten. Die Laufstrecken in den Pinienwäldern um Monte Gordo boten neben dem Stadion alles, was das Läuferherz begehrt. Nils Voigt zeigte sich nach seinem USA-Aufenthalt herausragend ausdauerstark und legte mit 283 Gesamtkilometern eine gute Grundlage für die kommende Saison. Auch Oskar Enseling und Jean-Benoît Merté konnten sich von Tag zu Tag steigern und lieferten starke Trainingswerte ab. Für die Neuzugänge Sören Buffi, Jill-Marie Flieger und Jerry Epping, die gemeinsam mit ihrem Trainer Michael Scheel an ihrem ersten LG-Trainingslager teilnahmen, war es eine gute Gelegenheit, die LG-Athleten und -Trainer näher kennenzulernen. Für die meisten Athleten steht am kommenden Wochenende der Saisoneinstieg an.

Stabhochspringer mit frühem Saisoneinstieg

Beim Season Opening haben zwei LG Brillux Novizen aus der Stabhochsprunggruppe um Ansgar Spiegelburg bereits am vergangenen Sonntag das Wettkampfjahr 2018 eingeläutet. Lucy Elaine Bauschulte (Jahrgang 2001) belegte mit einer Höhe von 3,40 Metern Platz fünf in der weiblichen U18. Den gleichen Rang belegte auch Trainingspartnerin Linna Tietmeyer (Jahrgang 1993) mit übersprungenen 3,70 Metern im Frauenwettbewerb.

 

Ergebnisse Season Opening Leverkusen

Viel Sonne, beste Bedingungen und top Trainingseinheiten

Sprinter und Springer brauchen es warm zum Training. So zog es 13 Athleten der Leistungsgruppe Sprint/Sprung um Trainer Lars Goldbeck für neun Tage nach Monte Gordo. Dort fanden sie beste Bedingungen vor und leisteten viele gute Einheiten – und diese alle in kurzer Trainingskleidung.

Die Unterbringung erfolgte in einem abseits gelegenen Ferienhaus, wo die Athleten sich ungestört aufs Training konzentrieren konnten und selbst für die Verpflegung sorgten. Der große Pool ermöglichte, die Regeneration direkt an die Einheiten anzuschließen. Sowohl Trainer und Athleten fühlten sich sehr wohl, was mit die Grundlage für starke und erfolgreiche Einheiten legte.

Die Auftakteinheit am Samstag nach der Anreise bestand aus Krafttraining mit Blick aufs Stadion in Monte Gordo. Die Sprints, Läufe und Koordinationsübungen der nächsten Tage wurden auf einer harten, schnellen Mondo-Bahn in Ayamonte absolviert. Sowohl der gut ausgestattete Kraftraum wie das Stadion waren insgesamt wenig frequentiert, sodass die Brillux-Athleten ihr Training ungestört durchführen konnten. Abwechslung zum harten Untergrund im Stadion bot der leicht sandige Waldboden, auf dem weitere Koordinationseinheiten erfolgten. Das Stabilisations- und Dehnungstraining wurde auf die Dachterasse des Ferienhauses verlagert, weitere Sprünge und Koordination ins Meer und an den Strand. Dort war das komplette Training barfuss möglich, da kaum Steine oder Muscheln, die eine Verletzungsgefahr hätten darstellen können, vorhanden waren und auch die Wassertemperatur war optimal für das Training.

Ihren freien Nachmittag verbrachte die Trainingsgruppe in Tavira, wo sie den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen abschlossen. Das Wetter war die acht Tage lang durchgehend sonnig, sehr warm und kaum windig. Trainer Lars Goldbeck war nach der Rückreise sowohl mit dem Training seiner Athleten und Athletinnen rundum zufrieden, wie auch mit den Bedingungen vor Ort.

Die Trainingsgruppe am freien Nachmittag in Tavira.
Die Trainingsgruppe am freien Nachmittag in Tavira.

TG-Athleten machen sich fit für die Saison

Die erste Woche der Osterferien haben 34 Athletinnen und Athleten der TG Münster dazu genutzt, um sich gemeinsam auf die kommende Sommersaison vorzubereiten. Wie auch in den Jahren zuvor, hat es die TG wieder in den Norden verschlagen und vom 08-14. April trainierten die U14, U16 und U18 sowie zwei Athletinnen aus der U20 gemeinsam in St. Peter-Ording an der Nordsee.

Nach einer, dem Ferienbeginn geschuldeten, langen Anreise reichte die Zeit dennoch für eine Joggingrunde, um die Gegend etwas kennenzulernen und der erste Abend wurde traditionell für kleine und (mehr oder weniger) sportliche Wettkampfspiele in der großen Gruppe genutzt. Ab Tag zwei ging es dann mit dem Trainingsbetrieb richtig los. Trainiert wurde in der Regel zweimal am Tag. Die Vormittagseinheit wurde meist für technische Disziplinen genutzt. Am Nachmittag hingegen wurde des Öfteren geackert. Ob Strand-Biathlon, kräftezehrende Sprünge im Sand oder Tempoläufe auf der Laufbahn – Gelegenheiten, sich richtig auszupowern, gab es dabei reichlich… Und für diejenigen, die nie genug bekommen, gab es immerhin noch das freiwillige Morgenprogramm vor dem Frühstück.

Viele Einheiten abseits des Leichtathletikplatzes

Der Trainingsplan bot jedoch nicht nur leichtathletikspezifische Einheiten. Neben einer großen Geräteturn-Session wurden auch heiße Gefechte im Hockey, Baskettball oder Ultimate Frisbee ausgetragen. Letzteres sogar freiwillig bei Regen und Wind am Abend. Aufgrund der eintretenden Dunkelheit wurde die Scheibe dabei das ein oder andere Mal auch mit der Stirn gefangen. Auch erhielten die Athleten ihre wohlverdienten Pausen, die beispielsweise für einen gemeinsamen Strandbesuch oder ein Besuch im Schwimmbad genutzt wurden.

Kleiner Exkurs: Es gibt keine dummen Fragen? Doch, die gibt es. Wer beispielsweise fragt, ob er im Massagekreis vorne sitzen darf, hat eine wirklich dumme Frage gestellt. Um solche Fragen entsprechend zu würdigen erhielten die Urheber solcher Aussagen den „Superhirn-Ansteck-Button“. Superhirn zu sein hat aber auch was Gutes. Wurde das Superhirn nicht mit Superhirn, sondern seinem bzw. ihrem richtigen Namen angesprochen, gab das fünf Strafliegestütze. So kamen Anna und Andi während nur einer einzigen Trainingseinheit zusammen auf über 100 Strafliegestütze: die Trainer kamen also auch auf ein gutes sportliches Programm.

Krönender Abschluss mit dem Team-Zehnkampf

Auch der letzte Abend hat mittlerweile eine Tradition. Alle Athleten und Trainer konnten sich beim abschließenden Sportspiel-Turnier in immer anderen Teams miteinander messen. Ob Völkerball, Hindernis-Staffel oder Team-Zombieball – für jeden war etwas dabei. Nach einer letzten und kurzen Nacht läuteten die Trainer zur letzten Einheit auf dem Sportplatz. Vier Teams traten im Team-Zehnkampf gegeneinander an. Dabei traten Disziplinen wie Zielspeerwurf oder 400m-Rückwärtsstaffel an die Stelle der herkömmlichen Disziplinen. Erst der abschließende 1500m-Staffellauf, bei dem die Mitglieder einer Mannschaft selbst entscheiden mussten, wer wie viele Meter läuft, entschied über den Sieg. Nach dem Mittagessen und einer gemeinsamen Abschlussrunde, in der das Trainingslager gemeinsam reflektiert wurde, ging es dann wieder Richtung Heimat und gegen 21 Uhr hieß es dann: „Schüss“.

Es war wieder eine sehr schöne Fahrt, die im Endeffekt sehr schnell (und dem ein oder anderen auch zu schnell) vorbeiging. Die Athletinnen und Athleten der TG Münster sind aber jedenfalls gerüstet für die Sommersaison und die anstehenden Wettkämpfe.

Der Artikel ist von TG-Trainer und Sportwart Nachwuchs Andreas Wolff verfasst.

Das Team der TG beim Athletiktraining.