Luka Herden mit Verstärkung ins neue Jahr gestartet

Die LG Brillux Münster bleibt weiter in Bewegung. Neben tollen Entwicklungen im Nachwuchsbereich und in den Grundvereinen verzeichnet sie seit dem Jahres- und Saisonwechsel auch einige Neuzugänge im Leistungsbereich. Unter diesen findet sich auch Ole Grammann, der in den vergangenen Jahren national einer der stärksten Konkurrenten von LG-Ass Luka Herden war. Jedoch nur ein Konkurrent aus sportlicher Betrachtung, denn abseits der Weitsprunggrube verbindet die beiden Athleten eine Freundschaft. Nun profitieren sie auch im Training voneinander und legten vor einigen Wochen im Trainingslager auf Fuerteventura die Grundsteine für eine erfolgreiche Saison.

Ein Trio in steinigen Gefilden

Es war eine sehr konzentrierte LG-Einheit, welche in der Lava-Landschaft von Lanzarote seine Einheiten absolvierte. Trainer Lars Goldbeck konnte so die Trainingssteuerung noch stärker auf Luka Herden und Ole Grammann zuschneiden und sich stärker auf seine beiden Athleten fokussieren. Die intensive Arbeit schlug sich bereits während des Trainings in spürbaren Fortschritte nieder – auch wenn sie die Motivation und der Zusammenhalt ihres Münsteraner LG-Trainingsteams hier und da vermissten.

Herden, der im vergangenen Jahr sein Abitur erfolgreich absolviert hat, sieht die neue Trainingskonstellation mit Ole Grammann sehr positiv: „Wir verstehen uns extrem gut und machen auch abseits des Trainings viel miteinandern. Trotzdem gibt es natürlich die Konkurrenzsituation, die für uns aber nicht negativ ist, sondern die uns in jedem Training und Wettkampf pusht, unser Bestes zu geben. Da steht dann auch Jeder hinter dem Anderen und so funktioniert das ziemlich gut.“

Herden mit Einzel- und Team-Zielen im Kopf

Für das Weitsprung-Talent, das in seiner jungen Karriere schon beachtliche Erfolge aufweist, sind die kommenden Jugend-Hallenmeisterschaften der nächste Höhepunkt. Der Trainingsfokus in 2019 liegt auf der Freiluftsaison mit den Europäischen U20-Meisterschaften. Die Qualifikation für diese ist ebenso für ihn wie auch für Ole Grammann das Ziel. Aber auch das gemeinsame Ziel mit der Mannschaft hat er im Kopf: „Ich denke, es ist mit der gesamten Gruppe viel möglich. Für die Staffel brenne ich schon wieder, da haben wir drinnen und draußen gute Karten.“

„Danke Münster!“

Das vergangene Jahr wurde im Januar für Herden noch mit einem vierten Platz bei der von den Westfälischen Nachrichten ausgerichteten „Sportler des Jahres“-Wahl im GOP Varieté-Theater in Münster abgerundet. Hinter dem Sieger Max Schulze Niehues (Fußball, Preußen Münster – 21,13 Prozent), dem Zweitplatzierten Felix Brummel (Rudern, RV Münster – 19,63 Prozent) und Patrick Dirksmeier (Triathlon, Tri Finish Münster – 17,44 Prozent) landete Luka Herden mit 10,87 Prozent. Eine respektable Platzierung, die für ihn selbst unerwartet kam: „Ein großes Dankeschön an alle, die mich unterstützt haben. Solch eine Platzierung bedeutet einem in einer Sportstadt wie Münster, die die Leistungen gut einschätzen kann, sehr viel.“

Trainingslager Riccione & Malente – zwei klimatische Welten

Es ist schon eine Weile her, doch auch dieses Jahr waren die Leichathleten der LG Brillux Münster über Ostern wieder in den Trainingslagern, um sich den letzten Feinschliff für die Sommersaison zu holen. Ein Bericht darüber soll nicht fehlen und kommt nun – mit einer Bitte um Entschuldigung – mit einiger Verzögerung.

Station No.1: Riccione – klimatischer Zenit

Osterferienzeit ist Trainingslagerzeit, so auch für 26 Leichtathleten der beiden LG Grundvereine TuS Hiltrup und TSV Handorf. Gemeinsam ging es nach Riccione an die Adriaküste. Beste Trainingsbedingungen erwarteten die Athleten am breiten Sandstrand und im Leichtathletikstadion, welches 2007 Austragungsstätte der Leichtathletik-Seniorenweltmeisterschaft war.

Die Verbesserung der Sprint- und Hürdentechnik, der Starts und Staffelwechsel standen im Vordergrund der Stadioneinheiten. Ein Highlight für die jungen Athleten waren zwei Einheiten mit Kai Sparenberg, Jan Vogt und Markus Greufe aus der Leistungsgruppe um Lars Goldbeck. Diese gaben dem Nachwuchs Tipps und eigene Erfahrungen weiter. Eine schöne gemeinsame Aktion, die zu einer Win-Win-Aktion für beide Seiten wurde. Der zweite Schwerpunkt des Trainingslagers wurde im Wurfbereich gesetzt. Die Fortschritte im Speerwerfen begeisterten Athleten und Trainer gleichermaßen.

Neben den anstrengenden Einheiten kam aber auch der Spaß nicht zu kurz. Die Athleten konnten am Strand das Beachvolleyball-Flair fühlen und aufsaugen, denn während des Trainingslagers fand gleichzeitig Europas größtes Oster-Trainingscamp für Volleyballer statt. 200 Beachvolleyballnetze säumten den breiten Sandstrand und waren ständig von Sportlern besetzt.

Der Abschied gestaltete sich schlussendlich wehmütig, denn die Athleten werden nicht nur das schöne Wetter, eine super Verpflegung, die nette Gemeinschaft und eine hervorragende physiotherapeutische Betreuung durch Sabine Zumdick vermissen. Karo Mertens wird aufgrund erhöhter Studiumsbelastung nach den Osterferien nicht mehr als Trainerin zur Verfügung stehen. Jedoch steht schon das neu zusammengesetzte Trainerteam aus Klaudia Schönfeld und Anke Kreke-Fels bereit, um mit den Athleten im Sommer viele schöne Erfolge zu feiern und sie bei den Wettkämpfe zu begleiten.

Station No.2: Malente – klimatischer Nadir

Die Mittel- und Langstreckler der LG hatten sich wie in den vergangenen Jahren der Gruppe des SV Teuto Riesenbeck angeschlossen und waren in den Norden nach Malente gefahren. Schon die letzten Jahre war dieses immer eine Wetter-Lotterie: Mal frühlingshafte Temperaturen mit Sonne und kurzen Hosen, mal aber auch ein Winternachzügler mit Schnee, Sturm und Matsch.  Dieses Jahr war es leider letzteres, sodass manche Bahneinheiten kurzfristig in den Wald verlegt werden mussten und die verfügbaren trockenen Socken gen Ende des Trainingslagers immer weniger wurden.

Elf Teilnehmer und zwei Trainer verbrachten acht Tage in dem kleinen Ort Schleswig-Holsteins, wo durch die Vorbereitung der DFB Elf auf die Weltmeisterschaft 1974 der „Geist von Malente“ geprägt wurde. Während Franz Beckenbauer damals am 20. Juni in der Boulevardpresse noch mit „In Malente wird man wahnsinnig“, zitiert wurde, entstand im LG-Trainingslager kein Lagerkoller. Für viele der mitgereisten Athleten, wie Sören Buffi, Mariam Ibrahim und Jil-Marie Flieger, war es das erste intensive Trainingslager. Das Training wurde bedingt durch das Wetter sehr abwechslungsreich gestaltet: Vom Lauftraining im Wald, um die Seen und im Stadion bis zu Ausweicheinheiten in der Sporthalle und im Schwimmbad war alles dabei.

Nicht mitgereist war Nils Voigt, der sich gemeinsam mit Top-Athleten wie Hendrik Pfeiffer vom TV Wattenscheid in der Höhe von Flagstaff auf die Saison vorbereitete. Die erste Standortbestimmung für die Läufer waren nun die vor zwei Tagen erfolgten NRW-Langstreckenmeisterschaften, bei denen sich die gute Vorbereitung bereits bezahlt gemacht hat.

 

Disziplinübergreifendes Trainingslager der LG Brillux in Monte Gordo

Den Jahreswechsel haben 20 LG-Athleten im Trainingslager verbracht. Die Leistungsgruppen Sprint/Sprung und Lauf von Lars Goldbeck und Jörg Riethues waren gemeinsam in Monte Gordo und haben sich dort auf die anstehende Saison vorbereitet. Bei besten Bedingungen sowohl für Läufer wie für Sprinter wurden in Portugals Süden zahlreiche Einheiten absolviert.

Sprintteam begrüßt Neuzugang

Das Training verlief für alle Athleten sehr erfolgreich. Goldbeck arbeitete mit seinen Athleten unter anderem an der Spritzigkeit für die kommenden Wettkämpfe. Besonders erfreulich war auch das Training von Luka Herden, der nach einer Schleimbeutelentzündung wieder nahezu schmerzfrei springen konnte. Kai Sparenberg, einer der stärksten LG-Athleten, steigerte sich in Portugal noch einmal deutlich und startet nun mit einer starken Form in die Hallensaison des neuen Jahres. Joshua Michalik, der die Leistungsgruppe um Lars Goldbeck seit diesem Jahr verstärkt, reiste gemeinsam mit seinem Trainer Harald Bottin mit nach Monte Gordo. Dabei profitierten beide Trainer voneinander und legten den Grundstein für die kommende Zusammenarbeit.

Voigt mit starker Form aus den USA zurück

Jörg Riethues war ebenfalls vollauf zufrieden mit dem Training seiner Athleten. Die Laufstrecken in den Pinienwäldern um Monte Gordo boten neben dem Stadion alles, was das Läuferherz begehrt. Nils Voigt zeigte sich nach seinem USA-Aufenthalt herausragend ausdauerstark und legte mit 283 Gesamtkilometern eine gute Grundlage für die kommende Saison. Auch Oskar Enseling und Jean-Benoît Merté konnten sich von Tag zu Tag steigern und lieferten starke Trainingswerte ab. Für die Neuzugänge Sören Buffi, Jill-Marie Flieger und Jerry Epping, die gemeinsam mit ihrem Trainer Michael Scheel an ihrem ersten LG-Trainingslager teilnahmen, war es eine gute Gelegenheit, die LG-Athleten und -Trainer näher kennenzulernen. Für die meisten Athleten steht am kommenden Wochenende der Saisoneinstieg an.

Stabhochspringer mit frühem Saisoneinstieg

Beim Season Opening haben zwei LG Brillux Novizen aus der Stabhochsprunggruppe um Ansgar Spiegelburg bereits am vergangenen Sonntag das Wettkampfjahr 2018 eingeläutet. Lucy Elaine Bauschulte (Jahrgang 2001) belegte mit einer Höhe von 3,40 Metern Platz fünf in der weiblichen U18. Den gleichen Rang belegte auch Trainingspartnerin Linna Tietmeyer (Jahrgang 1993) mit übersprungenen 3,70 Metern im Frauenwettbewerb.

 

Ergebnisse Season Opening Leverkusen

Viel Sonne, beste Bedingungen und top Trainingseinheiten

Sprinter und Springer brauchen es warm zum Training. So zog es 13 Athleten der Leistungsgruppe Sprint/Sprung um Trainer Lars Goldbeck für neun Tage nach Monte Gordo. Dort fanden sie beste Bedingungen vor und leisteten viele gute Einheiten – und diese alle in kurzer Trainingskleidung.

Die Unterbringung erfolgte in einem abseits gelegenen Ferienhaus, wo die Athleten sich ungestört aufs Training konzentrieren konnten und selbst für die Verpflegung sorgten. Der große Pool ermöglichte, die Regeneration direkt an die Einheiten anzuschließen. Sowohl Trainer und Athleten fühlten sich sehr wohl, was mit die Grundlage für starke und erfolgreiche Einheiten legte.

Die Auftakteinheit am Samstag nach der Anreise bestand aus Krafttraining mit Blick aufs Stadion in Monte Gordo. Die Sprints, Läufe und Koordinationsübungen der nächsten Tage wurden auf einer harten, schnellen Mondo-Bahn in Ayamonte absolviert. Sowohl der gut ausgestattete Kraftraum wie das Stadion waren insgesamt wenig frequentiert, sodass die Brillux-Athleten ihr Training ungestört durchführen konnten. Abwechslung zum harten Untergrund im Stadion bot der leicht sandige Waldboden, auf dem weitere Koordinationseinheiten erfolgten. Das Stabilisations- und Dehnungstraining wurde auf die Dachterasse des Ferienhauses verlagert, weitere Sprünge und Koordination ins Meer und an den Strand. Dort war das komplette Training barfuss möglich, da kaum Steine oder Muscheln, die eine Verletzungsgefahr hätten darstellen können, vorhanden waren und auch die Wassertemperatur war optimal für das Training.

Ihren freien Nachmittag verbrachte die Trainingsgruppe in Tavira, wo sie den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen abschlossen. Das Wetter war die acht Tage lang durchgehend sonnig, sehr warm und kaum windig. Trainer Lars Goldbeck war nach der Rückreise sowohl mit dem Training seiner Athleten und Athletinnen rundum zufrieden, wie auch mit den Bedingungen vor Ort.

Die Trainingsgruppe am freien Nachmittag in Tavira.
Die Trainingsgruppe am freien Nachmittag in Tavira.